DAZ

Lampedusa in Berlin

Im Rahmen der transmediale-Sonderausstellung „alien matter” zeigt das DAZ die Arbeit „Plastic Raft of Lampedusa” des Künstlerduos YoHa. In der Arbeit untersuchen die Künstler Matsuko Yokokoji & Graham Harwood die Zirkulation ökonomischer, materieller und menschlicher Ströme, die sich gegenseitig beeinflussen. Konkret beschäftigen sie sich mit einem technischen Objekt, das aktuell vor allem mit der Migration Geflüchteter über das Mittelmeer und … Mehr lesen

Wolfgang Kaschuba

Aushandlungen

Der öffentliche Raum als Bühne Was öffentlicher Raum heute bedeuten kann, unter den Bedingungen zunehmend globaler Erfahrungshorizonte, erleben wir gegenwärtig jeden Tag neu. Und wir werden dabei jeden Tag aufs Neue überrascht und irritiert durch die Unterschiedlichkeit, ja Widersprüchlichkeit dieser „öffentlichen“ Erlebnisse und Erfahrungen. Wie etwa am 3. Oktober 2016, dem Tag der deutschen Einheit, an dem Bundespolitiker und andere … Mehr lesen

Ausstellung des BDA Hamburg

Neue Nachbarschaft

Mit welchen Herausforderungen werden Architekten durch die Flüchtlingskrise nach dem „Welcome“ konfrontiert und hat Architektur womöglich auch ein integratives Potential? Dies und mehr soll in einer Ausstellung des BDA Hamburg unter dem Titel „Neue Nachbarschaften“ untersucht werden, die als Ergebnis einer Workshopreihe am 16. November eröffnet wird. Innerhalb der Workshops entwickelten und diskutierten geflüchtete Architekten zusammen mit Architekten des BDA … Mehr lesen

Buch der Woche: Home not Shelter

Offene Fragen

Wer sich die aktuellen Äußerungen der demagogisch auftretenden CSU-Spitze zu Gemüte führt, kann nicht anders, als sich zu wundern. Auf der einen Seite wird vom Generalsekretär der Partei rassistisch davon schwadroniert, dass integrierte Menschen aus dem Senegal, die hier ministrieren und Fußball im Verein spielen, „das Schlimmste“ seien, weil man „die nie wieder“ los würde, der Parteivorsitzende Horst Seehofer und … Mehr lesen

Leben in der Fremde

Ausstellung im Architekturmuseum Schwaben

Die Frage, wie Flüchtlinge kurz- und auch langfristig untergebracht werden können, ist aktuell in aller Munde. Es wird immer deutlicher, dass es einen Bedarf an sorgfältig durchdachten Unterbringungskonzepten gibt, die sowohl lebenswertes Wohnen als auch soziale Integration ermöglichen. Eine Gemeinschaftsausstellung, die ab dem 23. Juli im Augsburger Architekturmuseum Schwaben zu sehen sein wird, will sich dem Themenkomplex von mehreren Seiten … Mehr lesen

editorial

diagnose: retrograde utopie

Auf den ersten Blick brandaktuell, auf den zweiten jedoch ein sentimentaler Rückblick in die Vergangenheit: Der deutsche Pavillon bei der Architekturbiennale in Venedig ist wieder einmal selbst zum Ausstellungsstück geworden. Der deutsche Generalkommissar Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architektur Museums, ist mit seinem Kurator Oliver Elser und der Koordinatorin Anna Scheuermann grundsätzlich auf das vielsagende Oberthema „Reporting from the … Mehr lesen

Übergangswohnungen in Köln

Auf freien Einzelgrundstücken können schnell, aber solide geplante Solitärbauten die akute Notlage bei der Unterbringung von Flüchtlingen lindern. Die Nachnutzung – etwa durch studentisches Wohnen oder sozialen Wohnungsbau – sind gegeben. Im besten Fall könnte von vornherein alles gemeinsam und integrativ in einem Haus stattfinden. Eine solide Architektur in kleinem Maßstab ermöglicht eine unterschiedliche und langfristige Nutzung, für die keine … Mehr lesen

Container mit Anspruch

Container-Dörfer müssen nicht schlecht und billig aussehen. Einzelcontainer sind – beispielsweise durch herstellereigene Fertigungsstraßen – relativ kostengünstig herstellbar und auf jeweils individuelle Ansprüche anpassbar. Durch die Ausnutzung gesetzlicher Sonderregeln für Flüchtlingswohnen lassen sich Container-Dörfer auch auf ehemaligen oder aktuellen Sportplätzen und in Gewerbegebieten umsetzen, die nach herkömmlichem Recht nicht zur Errichtung von Wohnbauten zulässig sind. Dadurch wird eine Nachnutzung mit … Mehr lesen

Erstaufnahme mit Quartiersbildung

Für die temporäre oder langfristige Nutzung von derzeit vakanten Kasernenarealen oder anderen großen Flächen bieten sich Lösungen mit Containern an, die städtebaulich gedacht und umgesetzt werden. Grundlegend einbezogen werden hier die Möglichkeiten zum individuellen Rückzug wie auch zum Zusammentreffen kleiner oder größerer Gruppen. In der aktuellen EnEV 2014 sind in Abschnitt 6 unter § 25a Regelungen für Gebäude zur Unterbringung … Mehr lesen

Modulares Bauen mit Quartiersbildung

Dauerhafter und nachhaltiger als die Lösung mit Containern zur temporären Unterbringung sind feste Häuser auf modularer Basis aus Holz oder massivem Mauerwerk. So lässt sich langfristig günstiger Wohnraum bereitstellen – gleich, wer diesen heute oder in Zukunft nutzt. Sind diese Projekte so ausgebildet, dass sie ein architektonisches Quartier formen, werden sie dem Individuum wie der Gruppe gerecht und gewährleisten zudem … Mehr lesen