Tanzstudio in Köln

Strukturiert

Die Neusser Straße zieht sich scheinbar endlos vom nördlichen Abschluss des Kölner Rings gen Nordnordwest. Wie viele der Kölner Ein- und Ausfallstraßen ist auch sie ein Panorama städtischer Räume und ihrer jeweiligen Milieus. Unmittelbar am Ebertplatz beginnend, die ehemaligen Wall- und Fortanlagen des Inneren Grüngürtels kreuzend, ist sie in Nippes Teil eines bunten urbanen Viertels. Jenseits des Niehler Kirchwegs aber … Mehr lesen

Wohnhaus von Yonder in Stuttgart

Für die entscheidenden zwei Grad

Im Stuttgarter Südosten, den Weißenburgpark mit seinem legendären Teehaus im Rücken, hat das Architekturbüro Yonder Anfang des Jahres einen Wohnhausumbau fertigstellen können, der ein gutes Beispiel für das geflügelte Wort ist, nachdem Architektur immer nur so gut wird wie ihr Bauherr. Katja Knaus und Benedikt Bosch, die beiden Köpfe hinter Yonder (siehe der architekt 6/16, S. 82-85), haben auf dem … Mehr lesen

Wohnhauserweiterung von Wirth=Architekten in Grasberg

Tugendhaft

Mit der Villa Tugendhat ist Ludwig Mies van der Rohe zwischen 1929 und 1930 eines der wohl schönsten Wohnhäuser gelungen. Die großzügige Villa für das Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat im tschechischen Brünn gilt seitdem als eine der Inkunabeln moderner Architektur und zählt neben anderen Klassikern zum Standardrepertoire, an dem sich Studierende ebenso abarbeiten wie sie gestandene Architektinnen und Architekten … Mehr lesen

Stuttgarter Hospitalkirche von LRO saniert

Amalgamiertes Ensemble

Nachdem Lederer Ragnarsdóttir Oei Architekten (LRO) bereits den Neubau des Stuttgarter Hospitalhofs realisieren konnten, wurde der Entwurf des Büros zur Sanierung der angrenzenden Hospitalkirche 2009 ebenfalls mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Im Wettbewerb ausgeschriebenes Ziel war es – neben der technischen Ertüchtigung der in die Jahre gekommenen Kirche –, den Bau flexibler nutzbar zu machen und das Gesamtensemble als „städtebaulich … Mehr lesen

Wohnbauten von zanderrotharchitekten in Berlin

Sixpack mit Schubladen

Die Liebigstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist insofern interessant, als sie eine Art Hintereingang auf der Rückseite des stalinistischen Prachtboulevards der ehemaligen Stalin- und heutigen Karl-Marx-Allee bildet. Hier, wo die Repräsentationsmeile  an ihrem östlichen Ende noch Frankfurter Allee heißt, ehe sie am Frankfurter Tor zur Karl-Marx-Allee wird, haben zanderroth architekten (siehe der architekt 1/14, S. 90-93) sechs Wohnhäuser auf einem … Mehr lesen

blauraum stellt Klassenhaus in Hamburger Stadtteilschule fertig

Kultur in Bergedorf

Das Hamburger Architekturbüro blauraum hat auf dem Gelände einer Ganztagsschule im Hamburger Stadtteil Bergedorf das Klassenhaus H1 fertiggestellt. Es ergänzt als „Haus der Kultur“ die anderen thematischen Gebäude auf dem Schulcampus. Den Bau entwickelte das Büro aus den Anforderungen der Behörde und aus den Ergebnissen mehrerer planungsbegleitender Workshops, die gemeinsam mit Lehrern und Schülern der Stadtteilschule durchgeführt wurden. „Als Massivbaukonstruktion … Mehr lesen

Tramhaltestelle von Gruber + Popp Architekten

Alter Falter

An einem dieser typischen grauen Berliner Herbsttage aus dem Berliner Hauptbahnhof heraus zur Invalidenstraße zu laufen, kann verfrühte Winterdepressionen bescheren. Kran um Kran reiht sich Baustelle an Leerestelle zur Hintergrundmusik der schnurrenden Rollköfferchen der Reisenden. In der Ferne der Tour Total (Barkow Leibinger) mit seiner flirrenden Fassade mag auch nicht davon ablenken, dass hier größtenteils gerasterte Tristesse entsteht. Eine neue … Mehr lesen

Villa bei Potsdam von nps tchoban voss

Balanceakt

In Wilhelmshorst haben nps tchoban voss eine Villa im südlich von Potsdam gelegenen Wald fertiggestellt. Der Bau fällt vor allem durch die Zergliederung in zwei Bauteile ins Auge. Während das Erdgeschoss des gut 300 Quadratmeter großen Hauses mit einer solide wirkenden Ziegelsteinfassade die Basis bildet, ist das um genau die Hälfte der eigenen Länge auskragende Obergeschoss mit Aluminiumblechen verkleidet. Die … Mehr lesen

Das NS-Dokumentationszentrum in München

Im Kasten

Welche Formensprache spricht ein Erinnerungsort, der sich inmitten von negativ konnotierten Erinnerungsorten befindet? Der Neubau des NS-Dokumentationszentrums in München hat den Weg der Vermeidung gewählt: der Vermeidung jeglicher typologischer, städtebaulicher und architektonischer Annäherungen sowohl an seinen Vorgängerbau als auch an die Nachbarbebauung. Er will sich nicht einfügen, weder ins Stadtbild der Maxvorstadt noch in die axiale Anlage rund um den … Mehr lesen

Neubau von Hertweck Devernois in Sinzig

Zur Sonne zur Freiheit

Am Anfang einer Planungsphase stehen immer Entscheidungen. Beim Bau eines Einfamilienhauses für eine junge Familie in Sinzig am Rhein mussten die Architekten des deutsch-französischen Büros Hertweck Devernois Architectes Urbanistes abwägen zwischen der Logik des Ortes und dem Credo der Öffnung des Hauses gen Süden. „Das Hanggrundstück bietet einen herrlichen Ausblick übers Rheintal, der jedoch exakt gen Norden gerichtet ist, wohingegen … Mehr lesen