Buch der Woche: Traditionelle Bauweisen

Gegen architektonische Armut

Im Laufe der letzten Jahre hat sich auch in unseren Breiten der Begriff der vernakulären Architektur durchgesetzt. Gemeint ist damit das Bauen der Menschen ohne Unterstützung professioneller Planer, rein aus dem Ort und den jeweils zur Verfügung stehenden Materialien heraus. Christian Schittich, studierter Architekt und von 1998 bis 2016 Chefredakteur der Zeitschrift Detail, hat dafür in seinem opulenten „Atlas zum … Mehr lesen

Buch der Woche: Bedeutsame Belanglosigkeiten

Die schönsten Nebensachen

Ausgerechnet im Berliner Stadtteil Lichterfelde kam es im vergangenen Jahr wieder zum Streit um die Straßenbeleuchtung. Einige der alten gasbetriebenen Kandelaber wurden hier durch neuere LED-Modelle ersetzt, was bei der Anwohnerschaft für Unmut sorgte. Von „Licht-Ufos“, die sich wie fremdartige Wesen dort niedergelassen hätten, war laut Medienberichten die Rede. Was bei dieser Debatte beispielhaft zum Ausdruck kam: Der Straßenraum und … Mehr lesen

Hochhäuser in Bremen und Europa

Gewinn an Höhe

Seit einiger Zeit lebt das Diktum „Urbanität durch Dichte“ im Städtebau in Form von gezielter Nachverdichtung wieder auf. Damit steht auch mehr oder weniger überraschend das lange ungeliebte Hochhaus wieder auf dem Plan. Eine Ausstellung in Bremen präsentiert nun elf jüngere Hochhauskonzepte aus Deutschland und Europa im Vergleich sowie Hochhausentwürfe für Bremen, angefertigt von Masterstudierenden der Universität Kassel. Dabei soll … Mehr lesen

Annette Rudolph-Cleff

Migration als Herausforderung

…und als Chance gesellschaftlicher Entwicklung Migration gilt als ein Megatrend der Zukunft. Ein Drittel der Weltbevölkerung ist bereits unterwegs und diese Zahl wird wohl weiter zunehmen durch das Bevölkerungswachstum, den Klimawandel und die Verschärfung von gewalttätigen Konflikten. Die Diskussion um Migration ist allerdings eine sehr Verhaltene. Die deutlich formulierte Ablehnung von Einwanderung aber kann in Europa ebenso wie Islamkritik viele … Mehr lesen

Aktuelle afrikanische Gestaltung in Weil am Rhein

Zukunftsweisend

Das europäische Interesse an Afrika hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Dem kolonial geprägten Blick voller Überheblichkeit folgt seit Ende der neunziger Jahre der interessierte Blick auf die lokalen Kulturen und ihre Adaption europäischer und US-amerikanischer Einsprengsel. Sowohl musikalisch wie auch im bildnerisch-künstlerischen Bereich sind so einige erstaunliche Koproduktionen entstanden, die deutlich machen, dass hiesige Kulturschaffende längst mehr … Mehr lesen

Andreas Denk

Der Boden, ein Gut

Zur Einführung ins 19. Berliner Gespräch des BDA 1 Mit dem Boden ist es so eine Sache. Was darunter zu verstehen ist, entscheidet sich an den Kriterien der Disziplin, die sich damit befasst. Es kann ganz nüchtern mit der Geographie losgehen: „Boden (Pedosphäre) ist der von pflanzlichem und tierischem Leben erfüllte obere Teil der Erdkruste, der auf dem Ausgangsgestein der … Mehr lesen

Umfrage des ACE

Berufsbild

Der europäische Dachverband der Architektenorganisationen ACE lud kürzlich zu einer Umfrage ein, bei denen die Mitgliedsorganisationen um Verteilung an ihre Mitglieder gebeten wurden. Der ACE fragt in regelmäßigen Abständen die wirtschaftliche Situation und das Geschäftsklima bei den europäischen Architekten ab. Die Ergebnisse dieser Umfragen werden nach Abschluss jeweils an die Mitgliedsorganisationen versandt und stehen auf der Webseite des ACE zur … Mehr lesen

zur ansicht

Die rote Banane

Entwurf einer Landschaft Als der französische Geograph Roger Brunet in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Position der französischen Metropolen im westeuropäischen Kontext untersuchte, erkannte er, dass sich das Kraftzentrum des Nachkriegseuropas zwischen den Städten London und Turin erstreckte: in Form einer gebogenen Linie, die über die Beneluxländer, den Rhein und die Westschweiz verlief. Die Blaue Banane war geboren. … Mehr lesen