Ausstellung zu Friedrich Kiesler im Martin-Gropius-Bau

Grenzübergreifend

Friedrich Kiesler (1890-1965) war bislang nicht unbedingt einer der ersten Namen, die einem im Kontext von Avantgarde-Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einfielen. Dennoch muss der österreichisch-amerikanische Architekt, Bühnenbildner, Designer, Künstler und Theoretiker als eine bemerkenswerte Figur im Netzwerk von Protagonisten der Moderne in Deutschland und – nach seiner Emigration nach New York 1926 – den USA angesehen werden. … Mehr lesen

Buch der Woche: Modernism Rediscovered

Drei mal Shulman

Julius Shulman, 1910 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, gehört unbestritten zu den ganz Großen der Architekturfotografie. Vor allem in den Jahren der Nachkriegszeit und der Kennedy-Ära hatte er sie alle vor der Kamera: Richard Neutra, Frank Lloyd Wright, Frank O. Gehry, John Lautner, Pierre Koenig und viele mehr ließen ihre Bauten von Shulman in Szene setzen. Entstanden sind dabei … Mehr lesen

Max Beckmann in der Berlinischen Galerie

Der Künstler und die Stadt

„Max Beckmann ist das neue Berlin“, schreibt 1924 der Kunstkritiker und Vorkämpfer für den deutschen Impressionismus, Julius Meier-Graefe. Welches Bild zeichnet der Künstler von der Stadt und wie wirkt die vielfältige Berliner Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts in Beckmanns Bilder hinein und er auf diese zurück? Die Ausstellung „Max Beckmann und Berlin“ in der Berlinischen Galerie, die noch bis Februar … Mehr lesen

persönliches

Helmut Striffler (1927–2015)

Sie fehlt kaum in einer Anthologie über die Architektur der Bundesrepublik: Die 1967 fertiggestellte evangelische Versöhnungskirche auf der Anlage des ehemaligen KZs in Dachau. Ihre eindrückliche Form, die in das Areal gezogene Furche, schlägt eine Wunde in die von der erbarmungslosen Rationalität dominierten Fläche, um den Zugang zu einem höhlenartigen Schutzraum freizugeben. Sie ist ein architektonisches Zeugnis des ehrlichen Bemühens, … Mehr lesen

Vortragsreihe am Theater Münster

Verführer und Verführte

Welche Rolle spielten die Künste für die nationalsozialistischen Machthaber?“, fragt das Theater Münster in der Vortragsreihe Gelehrte im Theater. Die Künste unter dem Hakenkreuz. „Gibt es eine spezifisch ‚nationalsozialistische Kunst‘, die sich von der anderer totalitärer Staaten grundlegend unterscheidet?“ In der Reihe referieren Kulturwissenschaftler und Historiker über die Rolle von Architektur, Bildender Kunst, Film, Theater und Literatur im NS-Staat. Dabei … Mehr lesen

Andachtsraum von Konermann + Siegmund Architekten BDA

Urhütte zum Träumen

Wer Hamburg über die Bramfelder und später Saseler Chaussee in Richtung Nordosten verlässt passiert Ammersbek. Hier liegt das „Haus am Schüberg“, ein Tagungs- und Bildungszentrum des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Für die Metropolregion Hamburg will die Einrichtung zu Themen aus den Bereichen Kirche, Religion, Kunst, Gesellschaft und Umwelt ein „…gastlicher Ort für Gruppen aus der Erwachsenenbildung und Wirtschaft“ sein. Konermann + Siegmund … Mehr lesen

AA Visiting School in Frankfurt

Hessisches Outback

Nachdem die Peripherie der Städte in den letzten Jahren eine Reihe von Stadtplanern, Kulturwissenschaftlern und Theoretikern beschäftigte, widmet sich die Summerschool der Architectural Association (AA) im März 2015 dem „janz weit draußen“: Die ländlich geprägten Regionen außerhalb von Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden stehen im Fokus, insbesondere Spessart, Odenwald, Vogelsberg, Hunsrück und Taunus. Für die AA Visiting School, die 2015 erstmals im … Mehr lesen

kritischer raum

Ein Traum vom Leben

Uwe Schröder: Studentenwohnheim ROM.HOF, Bonn 2009 – 2014 Sonntagmorgen im „Waschsalon“ des ROM.HOFS. „Stört’s Sie, wenn wir hier fernsehschauen“? Das Girl ist vielleicht 14. Zu viert sind sie hierhin gekommen, zwei Jungs, zwei Mädchen. Jetzt sitzen sie an einem der Metalltische und zappen. Die „Herren“ verbergen ein Bierdöschen vor den eintretenden Erwachsenen. Sie kommen aus der benachbarten Siedlung. Kein einfacher Ort, diese … Mehr lesen

Kunstwettbewerb ausgerufen

Im Untergrund

Wo und wann beginnt die Peripherie, was ist drinnen und „Was ist draußen?“, fragt die Berliner neue Gesellschaft für bildende Kunst e. V. (nGbK). Mit dem Wettbewerb Kunst im Untergrund zu diesem Thema ruft sie zur Einreichung von künstlerischen Arbeiten im Bereich der U-Bahnhöfe entlang der Linie U5 zwischen Hönow und Tierpark auf. Bis zum 27. Juni können Einzelpersonen oder … Mehr lesen

Filmvorführung in München

Atmende Erde

Seit Jahren arbeitet der japanische Künstler Susumu Shingu mit Wind und Wasser, Architekten wie Renzo Piano, mit dem Susumu eine lange Freundschaft und Zusammenarbeit verbindet, bestücken ihre Bauten mit seinen Skulpturen. Der Flughafen von Kansai ist dafür ein Beispiel, die Skulptur zum 500-jährigen Kolumbus-Jubiläum in Genuas Altstadt ein anderes. Der Filmemacher Thomas Riedelsheimer hat den zurückhaltenden und charismatischen Künstler immer … Mehr lesen