Kunst und/im/am Bau: Maurice van Tellingen

Modell und Wahrheit

Der in Amsterdam lebende und wirkende Künstler Maurice van Tellingen setzt sich in seinen Arbeiten mit alltäglichen Raummomenten auseinander. Seine Modelle zeigen – ähnlich einem Guckkasten – reliefartige Raumausschnitte von omnipräsenten Szenerien: etwa ein Garagentor, ein Gehweg oder zweckmäßigste Interieurs. Eine Werkschau van Tellingens im Karlsruher Architekturschaufenster präsentiert bis zum 13. November detailreiche Objektstudien von Raumöffnungen und Alltagsszenerien. Dabei sollen … Mehr lesen

Vierzig Baumstämme und mehr Licht

kritischer raum

Wegkapelle von John Pawson in Lutzingen-Unterliezheim, Landkreis Dillingen / Schwaben, 2018 Der Weg führt vom ehemaligen Kloster Unterliezheim und dem dazugehörigen Pfarrdorf hügelaufwärts. Durch das vielfältige Grün von Wiesen und Weiden läuft man über ein Sträßchen bis zum Waldsaum: Da wird – im Schatten des dichten Mischwalds fast verborgen – ein hoher Stapel dicker Baumstämme erkennbar. Auf den ersten Blick könnte es … Mehr lesen

Ausstellung zu Architekturarbeiten von Ernst Ludwig Kirchner

Vor der Kunst die Architektur

Der expressionistische Künstler Ernst Ludwig Kirchner ist als Teil der Künstlergruppe „Brücke“ weltberühmt. Im Baukunstarchiv NRW wird jetzt das vielfach noch unbekannte Schaffen aus Kirchners Studienzeit an der Königlich Technischen Hochschule Dresden beleuchtet. Eine umfassende Werkschau präsentiert 95 Originalarbeiten und stellt damit Kirchner als jungen Architekten vor. Das Konvolut an Skizzen und Zeichnungen umfasst klassische Architekturdarstellungen in Grundrissen, Ansichten, Schnitten … Mehr lesen

Neues Leben im Lantz’schen Park

Eine künstlerische Gesellschaft auf dem Lande

Ein Spaziergang im Grünen ist momentan die beste Möglichkeit garantiert coronafreier Amüsements. Mitunter lässt sich die naturgebundene Ertüchtigung von Leib und Seele auch mit einem kulturellen Erlebnis verbinden. Eine inzwischen charakteristische Besonderheit des Rheinlands sind mehr oder minder große Landschaftsteile, die für die Installation von großformatigen Skulpturen genutzt werden. Die schönsten sind die Museumsinsel Hombroich bei Neuss, eine künstlich angelegte … Mehr lesen

Buch der Woche: Hannsjörg Voth und Ingrid Amslinger

Zu Lande und zu Wasser

Hannsjörg Voth ist spätestens seit seinem Projekt „Reise ans Meer“ (1975–1978) deutschlandweit ein Begriff. Mit Bundeswehrsoldaten hatte er ein 32 Meter langes Floß zum Transport einer zwanzig Meter langen, liegenden und bandagierten Skulptur geschaffen. Drei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Allein das Einholen aller Genehmigungen und die entsprechenden Auseinandersetzungen mit den zuständigen Ämtern und Schifffahrtsbehörden möchte man sich nicht ausmalen. Mit … Mehr lesen

Kurzfilmfestival online

Unerschöpfliche Quelle

Die Kurzfilmtage Oberhausen sind nicht nur ein Forum für kurze Filme und Videoproduktionen aus aller Welt, sie sind auch eine unerschöpfliche Quelle für architektur- und stadtbezogene Arbeiten mit künstlerischem und dokumentarischem Charakter. In diesem Jahr findet das Festival zum 66. Mal statt. Angesichts der derzeitigen Kontaktbeschränkungen hat sich die Festivalleitung um Lars Henrik Gass entschieden, statt der Vorführungen im Kinosaal … Mehr lesen

Peter Brückner im Gespräch mit Elina Potratz

Alt und Neu als Ganzes weiterdenken

Dipl.-Ing. Peter Brückner (*1962), studierte Architektur an der Technischen Universität München. Er gründete mit seinem Bruder Christian das Büro Brückner & Brückner Architekten in Tirschenreuth und Würzburg. Seit 1998 ist er Mitglied im BDA, von 1999 bis 2008 als Mitglied im AKJAA, seit 2015 außerdem im Deutschen Werkbund Bayern. Brückner hatte mehrere Gastprofessuren und Gastkritiken inne, war Mitglied im Baukunstbeirat der Stadt … Mehr lesen

BDA Montagsgespräch in Köln

Kultur und Kommerz

Oft scheinen sich wirtschaftliche Rentabilität und kreative Freiräume bei Bauprojekten auszuschließen. Das BDA Montagsgespräch am 17. Juni stellt unter dem Titel „Kunst und Kommerz im Kollektiv“ nun die Frage, wie sich eine gewinnorientierte kommerzielle Projektentwicklung und eine kulturell geprägte Konzeption für ein öffentliches Raumangebot in einem Bauvorhaben vereinen lassen und wie dies nachhaltig positiven Einfluss auf Quartiere und deren Kulturleben … Mehr lesen

Talk im DAZ Berlin

Kunst und Anthropozän

Eine Diskussionsveranstaltung der Reihe „Wir müssen reden!“ im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin fragt am Sonntag, den 27. Januar danach, wie Kunst helfen kann, den Blick auf das Anthropzän zu schärfen und neue Szenarien zum Leben und Umgang mit dem neuen Zeitalter zu entwickeln. Hintergrund der Debatte ist die Beobachtung, dass sich in den letzten Jahren immer mehr Künstler … Mehr lesen

Ausstellung zu Friedrich Kiesler im Martin-Gropius-Bau

Grenzübergreifend

Friedrich Kiesler (1890-1965) war bislang nicht unbedingt einer der ersten Namen, die einem im Kontext von Avantgarde-Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einfielen. Dennoch muss der österreichisch-amerikanische Architekt, Bühnenbildner, Designer, Künstler und Theoretiker als eine bemerkenswerte Figur im Netzwerk von Protagonisten der Moderne in Deutschland und – nach seiner Emigration nach New York 1926 – den USA angesehen werden. … Mehr lesen