Buch der Woche: Eventisierung der Stadt

Konfetti und Kommerz

Die Stadt ist immer mehr ein Schauplatz von Ökonomisierung – das konstatieren Soziologen bereits seit Jahrzehnten. Neben der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung wird dabei auch auf die Eventisierung der Stadt hingewiesen: Gemeint ist die Entwicklung einer Eventkultur, im Rahmen derer Ereignisse und Erlebnisse eine immer größere Rolle spielen und auch als Teil eines unternehmerisch denkenden Stadtmarketings geschaffen, gelenkt und gefördert … Mehr lesen

Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing und des BDA

Zeit für Zukunft

Zum zweiten Mal nach 2016 luden die Evangelische Akademie Tutzing und der BDA vom 18. bis 20. Januar dazu ein, am Ufer des Starnberger Sees transdisziplinär über Stadt und Architektur nachzudenken. Der 2016er Titel „Die Stadt als Lebensform“ wurde auch 2019 übernommen, mit Blick auf die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Tage aber um den Zusatz „Zusammenhalt“ ergänzt. Judith Stumpner, die … Mehr lesen

Wechselgespräch in Stuttgart

Wer macht Stadt?

Beim kommenden 48. BDA Wechselgespräch am 8. Oktober im Wechselraum Stuttgart soll es unter der Überschrift „Ohn(e)macht – Wer bestimmt das Bild der Stadt?“ um die Entscheidungsgewalt in Bezug auf öffentliche Bauten und städtische Plätze gehen. Die Veranstalter sehen den Qualitätsverlust in diesem Bereich gefährdet „angesichts von … Renditestreben beherrschter Investorenarchitektur in unseren Städten“. Das Bewusstsein der Verantwortlichen gegenüber der … Mehr lesen

Buch der Woche: Die Schönheit des Alltäglichen

Urbane Textur

Es muss um 1970 herum gewesen sein, und für uns Kinder war es ein spannendes Spektakel: Unsere beschauliche Wohnstraße in Essen wurde gründlich umgekrempelt. Monatelang verwandelten Bagger, Hublader und Lkw die Straße in eine Mondlandschaft. Atlas, Caterpillar, Magirus-Deutz: Baufahrzeuge bestimmten das Bild. Kopfsteinpflaster, Kleinmosaik und Gaslaternen kamen raus, Asphalt, Betonstein und Elektroleuchten traten an ihre Stelle. Die ganz normale Modernisierung, … Mehr lesen

Andreas Feldtkeller im Gespräch mit Christian Holl

Es wurde zu wenig experimentiert

Andreas Feldtkeller, 1932 in Berlin geboren, studierte Architektur an der TH Stuttgart und der TU Berlin. Er war im Bereich von Planung, Forschung und Lehre in Stuttgart, Köln und Kingston-upon-Thames tätig. Von 1963 bis 1969 war Feldtkeller Mitarbeiter bei der regionalen Planungsgemeinschaft der Region Neckar-Alb, bevor er 1969 bei der Stadt Tübingen als Planer angestellt wurde. Dort leitete er von … Mehr lesen

RCR Arquitectes gewinnen Pritzker-Preis 2017

Glokale Architektur

Carme Pigem, Rafael Aranda und Ramon Vilalta (RCR Arquitectes) sind die Gewinner des diesjährigen Pritzker Architektur Preises – so gab es Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Foundation, gestern in Chicago bekannt. Damit geht der in der westlichen Welt wohl bekannteste Architekturpreis erstmals an gleich drei Architekten. Die Architekten arbeiten seit 1988 als RCR Arquitectes im katalanischen Olot zusammen und hatten … Mehr lesen

Wolfgang Kaschuba

Aushandlungen

Der öffentliche Raum als Bühne Was öffentlicher Raum heute bedeuten kann, unter den Bedingungen zunehmend globaler Erfahrungshorizonte, erleben wir gegenwärtig jeden Tag neu. Und wir werden dabei jeden Tag aufs Neue überrascht und irritiert durch die Unterschiedlichkeit, ja Widersprüchlichkeit dieser „öffentlichen“ Erlebnisse und Erfahrungen. Wie etwa am 3. Oktober 2016, dem Tag der deutschen Einheit, an dem Bundespolitiker und andere … Mehr lesen

Daniel Magel im Gespräch mit David Kasparek

325 for life

Das Projekt Hood Training in Bremen Daniel Magel (*1982) kam 1995 mit seinen Eltern aus Kasachstan nach Deutschland. Als Spätaussiedler lebte die Familie in Tenever, einem Stadtteil im Osten der Hansestadt Bremen mit der Postleitzahl 28 325. Nach dem Besuch der Oberschule an der Koblenzer Straße machte er 2002 Abitur und studierte Lehramt an der Universität Bremen. Mit Freunden gründete … Mehr lesen

Jahrestagung der städtebaulichen Denkmalpflege in Dortmund

Jenseits des Gebauten

Das Thema „Öffentlicher Raum“ wird zurzeit mehr denn je diskutiert. Öffentliche Räume sind zwar seit jeher ein zentrales Element der Stadtgestaltung, dabei in ihrer konkreten Ausprägung jedoch auch zeitgebunden – die damit verknüpften gesellschaftlichen Anforderungen und ästhetischen Erwartungen verändern sich mitunter schnell. Viele Plätze, Parks und Fußgängerzonen entsprechen bereits nach einigen Jahren nicht mehr den aktuellen Anforderungen und Vorstellungen. Die … Mehr lesen

Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste

Recht auf Raum

Die Ausstellung „DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum“ stellt ab 12. März in der Akademie der Künste im Berliner Hanseatenweg vor, wie die Stadt durch ihre Bewohner gestaltet werden kann. Das zugrundeliegende Phänomen ist bekannt: Zunehmend kritische Bürger fordern ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die öffentliche Räume betreffen. Nach Schwerpunkten zum Verhältnis zwischen Stadt und Landschaft sowie Stadt und Kultur … Mehr lesen