Buch der Woche: Brückner & Brückner Architekten

Heimat als Kraftquelle

Die Architekten Peter und Christian Brückner stammen aus Tirschenreuth in der Oberpfalz. Unweit der tschechischen Grenzen aufgewachsen, beschreiben der 1962 geborene Peter und sein neun Jahre jüngerer Bruder Christian die Erfahrungen vom Spielen in der Natur ihrer Heimat als eines der prägenden Motive in ihrem Werden. Das Bauen von Hütten im Wald, die „von den anderen Buben“ zerstört worden seien, … Mehr lesen

Buch der Woche: Eine Methode des Entwerfens

Struktur

Dass unsere Lebenswelt zusehends komplexer wird, ist so eine omnipräsente Aussage, dass sie schon zur Binse wird. Manche reagieren auf die Multikomplexität von Problemen, denen wir auf unterschiedlichen Ebenen begegnen, mit radikalen Vereinfachungen, ja falschen Zuschreibungen, andere versuchen, das Geflecht von Themen zu entwirren und zu ordnen. Der österreichische Architekt Dietmar Eberle ist jenen zuzurechnen, die diese Entflechtung mittels klarer … Mehr lesen

Buch der Woche: Gion A. Caminada und Florian Aicher im Gespräch

Landjäger und Strickbau

Um die Architektur Gion A. Caminadas ist in den letzten zwanzig Jahren ein regelrechter Hype entstanden. Erste Publikationen der Bauten in Vrin, dem Heimatort des Architekten, reichte man sich in den frühen 2000er Jahren wie kostbare Schätze weiter – glücklich, wer eines jener Büchlein sein eigen nennen konnte. Rückblickend erscheint die damalige und an vielen Orten aufblühende Rückbesinnung auf lokale … Mehr lesen

Buch der Woche: Unbuilding Walls

Materialsammlung

Mauern können Umfriedung sein, Schutz vor dem Unbill der Umgebung bieten, das eigene Hab und Gut umhegen. Aber sie können auch Gefängnis sein für all jene, die nicht im Stande sind, sie zu überwinden. Ein solches war die Mauer, die Deutschland ab dem 13. August 1961 bis zu ihrer Öffnung 28 Jahre später trennte. Am 6. Februar dieses Jahres war … Mehr lesen

Buch der Woche: Architektur in Japan

Deutungen eines Sehnsuchtsort

Neben der Schweiz ist Japan wohl das Land, auf das sich die meisten Architekturenthusiasten als Sehnsuchtsort und Quell neuer Ideen gleichermaßen einigen konnten. Anders jedoch als das bergige Nachbarland im Süden der Bundesrepublik, scheint dem Land der aufgehenden Sonne eine Art modische Wiederkehr gegeben zu sein. Schon Muthesius und Taut äußerten sich beeindruckt über Japan, Architekten der 1960er bis -80er … Mehr lesen

Buch der Woche: Architecture Activism

Aktivismus

Architektur ist mehr als nur das Gestalten einer schönen Oberfläche, die ein Gebäude umhüllt. Klar. Mindestens ist sie – neben aller notwendiger Baukonstruktion und -physik – die sinnfällige Aneinanderreihung, Verknüpfung und Verschränkung einzelner Raumkompartimente. Hier lässt sich das Gelingen guter Architektur relativ objektiv bewerten. Die gute Gestaltung ist dabei eine Selbstverständlichkeit – ihre Bewertung mindestens in Teilen dann wiederum sehr … Mehr lesen

Buch der Woche: Erfahrungstheorie des ökologischen Designs

Umfassende Analyse

Bio ist in. Seit geraumer Zeit macht sich ökologisches Bewusstsein in nahezu allen Lebensbereichen bemerkbar – und das in einem Maße, von dem die grünbewegten Ökopioniere seinerzeit nur hätten träumen können. Wer hätte sich in den Zeiten der 1980er Jahre etwa vorstellen können, dass es ein Elektro-Auto wie der Tesla Modell S zu einem Prestige-Objekt des Establishments bringt? Doch wer … Mehr lesen

Alle Mies-Bauten in einem Buch

Klare Kante

Ja, die Klassiker sind auch mit dabei. Ob Barcelona-Pavillon, die Häuser Esters, Lange und Tugendhat, die Neue Nationalgalerie oder die Crown Hall des IIT, Farnsworth House, Seagram Building und 860-880 Lake Shore Drive: Carsten Krohn hat sie in seinem opulenten, im Birkhäuser Verlag erschienenen Buch „Mies van der Rohe. Das gebaute Werk“ alle versammelt. Über Mies selbst ist wohl das … Mehr lesen