Volkwin Marg und Werner Durth

Grandseigneurs im Gespräch

Mit Volkwin Marg und Werner Durth treffen sich zwei Grandseigneurs des deutschen Architekturdiskurses am kommenden Dienstag, 22. Oktober zum öffentlichen Austausch in der Berliner Akademie der Künste (Standort Pariser Platz), der sie beide angehören. Im Rahmen der Vortragsreihe „On the Duty and the Power of Architecture“ wird Marg zuerst einen Vortrag halten und anschließend mit Durth diskutieren. Ihr Gespräch wird … Mehr lesen

Buch der Woche: Leipzig. Architektur und Städtebau 1945 – 1976

Visionen aus der Schublade

Neben Berlin gehörte Leipzig vor dem Zweiten Weltkrieg mit rund 700.000 Einwohnern nicht nur zu den größten Städten des Deutschen Reiches, sondern nahm als Standort von Messe, Industrie und einer Universität eine bedeutende Stellung im Land ein. Während es unmittelbar nach dem Krieg vornehmlich galt, die stark zerstörten Teile Leipzigs wiederaufzubauen, ging es danach auch zunehmend darum, baulich und stadträumlich … Mehr lesen

Buch der Woche: Städtebau der Normalität

Ideal Normal

Die Architektur des Ruhrgebiets ist mehr als nur Arbeitersiedlungen – diese Erkenntnis scheint nicht unbedingt überraschend. Dass es aber gerade im Ruhrgebiet nach 1945 einen behutsamen und reflektierten Wiederaufbau gab, der sich dezidiert auf die Qualitäten der Vorkriegsstadt besann, ist weniger bekannt. Die massiven Zerstörungen der Innenstädte und Wohnviertel im Zweiten Weltkrieg hatten zunächst ein zügiges Handeln notwendig gemacht. An … Mehr lesen

Buch der Woche: Bernhard Hermkes. Die Konstruktion der Form

Verflechtungen

Bernhard Hermkes ist als Architekt des Hamburger Großmarkts, als Planer des Berliner Ernst-Reuter-Platzes und zahlreicher weiterer Projekte ohne Zweifel einer der wichtigen Architekten der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Sein Einfluss auch auf heutige Architektengenerationen ist dabei auch wegen des von ihm entworfenen Hauses für die Architekturfakultät der TU Berlin nicht nur von theoretischer Natur. Im Rahmen der Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs haben … Mehr lesen

Ausstellung in der Architekturgalerie Berlin zur Bauakademie

Steal Schinkel

Der Beschluss des Bundestags, Geld für den Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie zur Verfügung zu stellen, hat eine hitzige Debatte um die Konzeption und Nutzung des geplanten Neubaus am Berliner Kupfergraben ausgelöst. Während die einen eine architektonische Ikone wiederauferstehen lassen wollen, sehen die andere die Chance, hier im Geiste Schinkels einen neuen, modernen Entwurf umzusetzen. Der Satellit der Architektur Galerie Berlin … Mehr lesen

Mamoun Fansa, Lena Wimmer und Carola Simon im Gespräch

Rebuilding Aleppo

Mamoun Fansa, Lena Wimmer und Carola Simon gründeten 2015 die Arbeitsgruppe „Aleppo – Strategies to Rebuild Aleppo“ zu dem seit mehr als 20 Jahren in Stuttgart bestehenden Verein „Freunde der Altstadt von Aleppo“. Mit der Vorsitzenden Anette Gangler, Architektin und Stadtplanerin, besitzt und pflegt der Verein das digitale Archiv der Altstadt von Aleppo, das seit der Zerstörung des Aleppiner Stadtarchivs … Mehr lesen

Kai Koch

Warum Hannover?

Von der Stadt als Maschine zur Stadtplanung als interdisziplinäres Moderationsmodell Der BDA Tag findet jedes Jahr statt und immer an einem anderen Ort. Dieses Mal also in Hannover. Im Folgenden versuche ich, Thema und Ort in Beziehung zu bringen mit der Frage „Warum Hannover?“. „Von der Stadt als Maschine zur Stadtplanung als interdisziplinäres Moderationsmodell“ – dieser Subtitel versucht in der … Mehr lesen

Zur Theorie der Denkmalpflege

Jenseits des Mangels

Die Charta von Venedig (1964) hat Vorteile: Zum einen regelt sie verbindlich den Umgang mit Denkmalen. Sie gibt Anhaltspunkte, was ein Denkmal sein kann. Und sie definiert, wie man mit ihm umgehen soll. Die Charta-Devise im Sinne des Mottos „Conserviren statt restauriren“, wie es Hermann Grotefend schon 1882 proklamierte, hat für dreißig Jahre einen ins Ideologische tendierenden Streit geschlichtet, der … Mehr lesen

Ausstellung in Berlin

Zerstörung als Chance

Die Berliner Architektin Hilde Weström wurde im Oktober letzten Jahres 100 Jahre alt. Grund genug für die Berlinische Galerie, die Planerin mit einer Ausstellung zu ehren. Neben Ilse Balg und Vera Meyer-Waldeck gehört Weström zu den wenigen Architektinnen, die sich nach Kriegsende erfolgreich für den Berliner Wiederaufbau einsetzten. Als eine der ersten Frauen wurde sie 1948 in den Bund Deutscher … Mehr lesen

zu sehen und zu lesen

Chronist vergangener Eleganz

Fotografien von Karl Hugo Schmölz Die Architektur der Nachkriegszeit erfuhr in den vergangenen Jahren eine stetig steigende Würdigung. Nicht nur die Anerkennung für menschlich Geleistetes während und nach der „Stunde Null“, sondern auch die Honorierung der formalästhetischen und architektonisch räumlichen Lösungen jener Zeit stehen dabei im Zentrum der Betrachtung. In Zeiten von auf ein Minimum zurückgebauter Fahrräder, gehypter und im … Mehr lesen